Jugendwallfahrt Graz-Süd

Um sechs Uhr früh starteten wir auf der Leber. Von dort ging es nach Semriach, durch den Kesselfall und über Nechnitz zum Gasthaus Strassegg.
Am zweiten Tag führte uns unser Weg dann, vorbei an vielen Windrädern, über die Schanz und schließlich zur Wittmaierhütte auf der Stanglalm.
Ab dem dritten Tag waren die Schmerzen der Muskeln und Blasen an den Füßen schon zur Gewohnheit geworden und es ging zuerst bergab nach Mitterdorf. Von dort führte unser Weg 16km lang an der Straße entlang. Unterwegs überholten uns einige Gruppen, die dieses Stück mit dem Taxi zurücklegten - wir blieben aber fest entschlossen, auch dieses Stück zu Fuß zu bewältigen. Als wir den Aufstieg von der Brunnalm auf die Veitsch begannen war noch keine Wolke am Himmel zu sehen - oben angekommen wurde aber schnell klar, dass wir an diesem Tag nicht mehr weiter kommen würden: Das Wetter schlug um und wenige Minuten nachdem wir im Graf-Meran-Haus angekommen waren begann es wie aus Kübeln zu schütten. So waren wir gezwungen, die dritte Nacht auf der hohen Veitsch zu verbringen.
Am vierten und letzten Tag starteten wir unsere Wanderung Richtung Gipfelkreuz. Das Wetter hatte sich glücklicherweise etwas gebessert und auch der Nebel war nicht mehr allzu dicht. Anschließend stiegen wir von dort Richtung Niederalpl ab. Unser Ziel war nicht mehr weit: An der Weißalm vorbei gingen wir über den Herrenboden und kamen endlich in Mariazell an.
Dank vieler Schokopausen und Motivations-Traubenzucker haben wir diese Wanderung erfolgreich beendet. Endlich zuhause waren wir – im wahrsten Sinne des Wortes – erleichtert, unsere vollgepackten Rucksäcke zum letzten Mal ablegen zu können – zumindest bis zum nächsten Mal.